Parkplatzsuche ohne Stress – das ist das Ziel von BASt-Parken. Indem Daten aus Parkhäusern, Sensoren und Automaten gebündelt werden, wird der Verkehr entlastet und Parken effizienter. Okari sorgt dabei für Konzept, Projektmanagement und smarte Schnittstellen.
Herausforderung
Parkplatzsuche gehört in vielen Städten zum Alltag – sie kostet Zeit, sorgt für zusätzlichen Verkehr und belastet die Umwelt. Gleichzeitig liegen Informationen über verfügbare Stellplätze meist verstreut bei verschiedenen Systemen, von Parkhäusern über Sensoren bis zu Parkscheinautomaten.
Um den Verkehr zu entlasten und Parkflächen besser zu nutzen, arbeitet das Projekt der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) daran, diese Datenquellen zu bündeln und für Verwaltungen, Mobilitätsdienste und die Öffentlichkeit nutzbar zu machen.
Lösung
Okari entwickelt gemeinsam mit Partner:innen eine Referenzarchitektur für den ruhenden Verkehr. Dabei werden technische, organisatorische und rechtliche Voraussetzungen berücksichtigt. Ziel ist es, klare Anforderungen für ein modernes Parkraummanagement zu definieren. Das Projekt läuft in zwei Pilotstädten mit unterschiedlichen Schwerpunkten:
- Stuttgart:
Entwicklung und Umsetzung einer kommunalen Parkleitstrategie für Parkhäuser und Parkflächen (Off-Street-Parking) in Zusammenarbeit mit der PBW mbH. - München:
Zusammenführung von statischen Parkdaten (Angebot) und dynamischen Belegungsdaten (Auslastung im Straßenraum) in einer interaktiven Kartenanwendung.
Die Ergebnisse fließen in die Weiterentwicklung der nationalen Referenzarchitektur „Aktionsplan Straße“ ein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Standardisierung eines Datenprofils für Parkinformationen (DATEX II). Damit können Parkdaten einheitlich aufbereitet und an die Mobilithek übermittelt werden.
Zusätzlich entsteht eine webbasierte Demonstratoranwendung, mit der die neuen Funktionen in der Praxis getestet werden.
Mehrwert
Das Projekt schafft eine zukunftsfähige Datenbasis und Referenzarchitektur für digitales Parkraummanagement. Damit können Kommunen:
- Parkdaten einheitlich erfassen, bündeln und veröffentlichen,
- den Parksuchverkehr reduzieren,
- die Auslastung bestehender Flächen verbessern,
- und neue digitale Mobilitätsdienste entwickeln.
Mit der entwickelten Architektur und dem Datenmodell können Städte künftig standardisierte Parkdaten auf der Mobilithek bereitstellen. Diese bilden die Grundlage für innovative Anwendungen, die den Verkehr entlasten und die Parkraumnutzung effizienter gestalten.